Howdie Folks,
mich hat die Wirtschaftskrise voll erwischt. Während 2008 bis kurz vor Ende noch eins meiner besten Jahre war, stehen 2009 die Räder mehr oder weniger still.
Im Moment brüte ich über meiner Steuererklärung und frage mich, ob es möglich ist, einen Teil meines Gewinns aus 2008 nach 2009 zu transferieren.
Die laufenden Kosten für 2009 sind auf Grund der Krise leider nicht ausgeblieben und decken sich gerade so mit den Einnahmen. Leben tue ich von meinen privaten Rücklagen.
Es wäre also gut, wenn ich für 2008 noch etwas Gewinnminderndes verbuchen könnte, das 2009 gewinnfördernd wirkt.
Ich hab mir dazu schonmal die Sache mit den Ansparabschreibungen überlegt. Das wäre halt extrem aufwendig, da ich 2009 nur viele kleinere Investitionen zum Umbau meiner Werkstatt hatte. Es findet sich halt nix zum gegenrechnen und somit wird das Minus für 2009 halt etwas größer, was aber steuerlich keinerlei Auswirkungen hat.
Es wäre also gut, wenn ich für 2008 noch etwas Gewinnminderndes verbuchen könnte, das 2009 gewinnfördernd wirkt.
Ich hab mir dazu schonmal die Sache mit den Ansparabschreibungen überlegt. Das wäre halt extrem aufwendig, da ich 2009 nur viele kleinere Investitionen zum Umbau meiner Werkstatt hatte. Es findet sich halt nix zum gegenrechnen und somit wird das Minus für 2009 halt etwas größer, was aber steuerlich keinerlei Auswirkungen hat.
Hat jemand nen Tip für mich?
So long,
Jack
Howdie Partner,
viele reiten im Moment durch die Wüste.
Da bleibt wirklich nicht viel, ausser dem Investitionsabzugsbetrag (den meinst du), für die Anschaffungen auch von gebrauchten Wirtschaftsgütern hat man 3 Jahre Zeit, also könntest du bis 2011 investieren, aber wenn du dann noch schlechter dastehst und kein Geld investieren kannst, wird der Gewinn für 2008 wieder rückwirkend erhöht und noch nach § 233 a AO nachverzinst.
Solltest du vielleicht sogar Verluste in 2009 machen, kannst du die gegebenenfalls im Wege des Verlustrücktrags nach § 10 d EStG mit dem Gewinn von 2008 verrechnen. Daneben ist anzuraten, im Hinblick auf das schlechtere Jahr 2009 zu beantragen etwaige Vorauszahlungen für die ESt, SolZ, KiSt für 2009 und 2010 herabzusetzen.
Hoffentlich gehts bald wieder bergauf.
Bearbeitet von joey am 13.10.2009 18:38:34
Hi Joey,
Die Sache mit dem Investitionsabzug werde ich wohl ins Auge fassen. Blöd ist, daß es nachträglich für 2008 versteuert werden muß, wenn man die Investition dann doch nicht macht.
Für einen Verlustrücktrag von 2009 bräuchte ich ein Minus, an dem ich wahrscheinlich knapp vorbei komme.
Dumm ist, daß ich mir 2008 echt den A... aufgerissen habe und dadurch jetzt 10-15000 Euro "zuviel" Gewinn im Raum stehen, die ich 2009 zusätzlich versteuern muß. So gesehen ist man echt gestraft, wenn man arbeitet und spart, damit man auch mal schlechtere Zeiten überbrücken kann, oder durch Krankheit aus dem Rennen genommen wird.
Wäre 2009 ähnlich verlaufen wie 2008, würde ich meinen "Mehrgewinn" gerne versteuern, aber unter diesen Umständen fällt es mir echt schwer.
Bleibt zu hoffen, daß es bald wieder nach oben geht.
joey geschrieben:
Daneben ist anzuraten, im Hinblick auf das schlechtere Jahr 2009 zu beantragen etwaige Vorauszahlungen für die ESt, SolZ, KiSt für 2009 und 2010 herabzusetzen.
Hoffentlich gehts bald wieder bergauf.
Super-Tipp, kann ich nur unterschreiben. Habe ich auch erfolgreich exerziert, kann man formlos in einem kurzen Anschreiben mit den entsprechenden Zahlen machen. Am Anfang des Jahres war schon abzusehen, dass dieses Jahr nicht so erfolgreich wird, kann man ja leicht auf das Jahr hochrechnen. Mein Finanzamt hat das anstandslos akzeptiert, allerdings nicht, ohne den dezenten Hinweis, "dass man nicht mit einer Stundung oder Ratenzahlung rechnen darf", sollte sich nachträglich herausstellen, dass der Gewinn doch noch auf den letzten Metern explosionsartig in die Höhe geschnellt ist . Naja, wird uns wohl alle dieses Jahr nicht treffen, hoffen wir das Beste fürs nächste Jahr. Bearbeitet von buch-hal-tung am 20.11.2009 18:20:55
ich möchte meinen alten Thread nochmal für eine Frage zum Thema hochholen.
2009 war für mich ein echter Griff ins Klo. Meine Einkünfte aus Gewerbebetrieb belaufen sich auch 1100 €. Mein Einkommen/zu versteuerndes Einkommen auf -6000€.
Da die Jahre 2010 und 2011 für mich wieder völlig normal verliefen, habe ich natürlich besonders viel gearbeitet und wenig ausgegeben. Steuerlich steht jedenfalls ein dickes Plus im Raum.
Soweit ich mich bis jetzt belesen konnte, gibt es ja auch die Variante des Verlustvortrags. Soweit ich weiß, muß dazu vom FA der Verlust festgestellt werden und der könnte dann in den Folgejahren gewinnmindernd verrechnet werden.
Habe ich 2009 überhaupt einen Verlust gemacht?
Kann mir zur Thematik jemand auf die Sprünge helfen?
am ehesten hilft dir da ein Blick in deinen ESt-Bescheid, der aber mittlerweile bestimmt bestandskräftig ist. Es sieht so aus, als hättest du einen zu berücksichtigenden Verlust nach § 10d EStG gemacht, aber dann muss man die Systematik des Paragrafen begreifen.
Wenn du selbst keine näheren Angaben machst, wie verfahren werden soll, erfolgt von Amts wegen ein Verlustrücktrag in das vorangegangene Wirtschaftsjahr nach § 10d (1) EStG, dann hättest du aber einen geänderten ESt-Bescheid für 2008 bekommen, so wie du schreibst, war das wohl eher nicht der Fall.
Man kann sich auch für einen Verlustvortrag nach § 10d S. 5 und (2) EStG entscheiden, dann muss man das aber bei der ESt-Veranlagung hier von 2009 beantragen, gibts ein Feld dafür. Wenn du das gemacht hast, dann müsste der Verlustvortrag im Bescheid 2009 nach § 10d (4) EStG gesondert festgestellt worden sein, auch das musst du aus dem alten Bescheid mal herauslesen, ob das der Fall war oder ggf. warum nicht. Der gesondert festgestellt Verlustvortrag wird dann automatisch bei der Veranlagung für 2010 nach § 10d (2) EStG von Amts wegen berücksichtigt. Vielleicht kannst du die Fragen ja mal beantworten, dann wissen wir mehr.
ich habe bei der EkSt-Erklärung für 2009 nichts in dieser Richtung unternommen und auch auf dem Bescheid ist nicht vermerkt. Ich werde aber diese Woche zum FA gehen, um 2010 abzuliefern und diesbezüglich nachfragen. Der Bescheid für 2009 ist vom 27.03.2012, also könnte man da ja noch...
So long,
Jack
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mielket
11.06.2026 19:55:06
Ich habe auch schon mit Flatpac experimentiert. Sieht vielversprechend aus...
mielket
09.06.2026 12:32:34
@dschuhmann EC&T ist speziell angepasst, um mit Wine problemlos zu laufen, insofern: ja, ist was dran.
dschuhmann
06.06.2026 23:07:23
Elster zeigt auf der Softwareseite für Linux auch Easy cash & tax an. Ist da was dran?
mielket
03.06.2026 11:38:55
Würde mich interessieren: Sind hier sonst noch Hardcore- Alphatester unterwegs, die die v4 nicht nur installiert haben, um sich nur mal anzuschauen wie es aussieht?
mielket
03.06.2026 11:33:38
v4.0.8 patch: Dauerbuchungen ausführen stürzte ab und Zugriff auf bestimmte Einstellungen von Plugins aus war nicht möglich. Damit habe ich eben die USt.-Voranmeldung für das 1. Quartal übertragen.
mielket
02.06.2026 14:10:10
v4.0.7 patch: Anfangssaldo und Filtern bei WPF-Bestandskonten -Journal sowie ein Out-Of-Memory Crash repariert.
mielket
29.05.2026 16:30:06
v4.0.6 patch verfügbar; u.a. funktioniert das CSV-Import-Plugin jetzt mit der v4. Viele andere Bugs sind gefixt.
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